Mittwoch, 19. August 2015

Haare waschen mit Heilerde

Schon seit Jahren benutze ich keine herkömmlichen Shampoos oder Haarspülungen mehr.

Ich war es leid, Haar und Haut mit Chemikalien zu traktieren und begann, Produkte diverser Naturkosmetik-Marken auszuprobieren.

Ich benutzte auch die festen Shampoos von Lush weil ich es toll fand, dass hier für ein Shampoo keine Plastikflasche gebraucht wird und man den puren Reiniger ganz ohne Wasser kaufen kann. Durch die Konzentriertheit sind diese Shampoobars auch sehr ergiebig.

Was mir nicht gefiel war, dass es sich bei Lush-Kosmetik nicht um eine zertifizierte Naturkosmetik handelt und dass die Shampoos nicht ohne Sodium Lauryl Sulfate auskommen.

Später schwenkte ich über zur Haarseife von Manna, die gleichzeitig Spülung ist und nur aus verseiften Ölen besteht und BDIH zertifiziert ist, wie alle Manna-Produkte.

https://mannaseife.de/produkte/seifen/seifen-2/seife-fur-gesunde-strahnen

Ich habe mir zwischendurch die Haar auch noch mit einer selbst hergestellten Kastanien-Lauge gewaschen. Das war sehr gut aber auch ziemlich umständlich und kann auch nur angewendet werden, wenn es Kastanien gibt.

Im Buch von Susanne Kehrbusch "Alles klar mit Haut und Haar" habe ich dann über Heilerde gelesen und war erstaunt, was der Löss für ein Allroundmittel sein kann.
  
U. A. eben geeignet für die Haarpflege.

Ich möchte mir gerne gesundes und schönes Haar erhalten. Das ist m. E. nur möglich, wenn man es so natürlich wie möglich pflegt. Jede vermeintliche "Pflege" mit einer Chemikalie, ist niemals Pflege, wie es uns die "Pflege"mittelhersteller vorgaukeln, sondern IMMER Stress für´s Haar und somit schädigend.

Haar selbst ist Keratin, lange Hornfäden wenn man so will und braucht keine Pflege, das ist nur eine Werbeaussage der Industrie.

Was man machen kann, sollte...wie auch immer: Die Kopfhaut und die Haare von Schmutz befreien, das geht ganz einfach mit Ausbürsten.
Dann haben wir da noch das Sebum, das natürlich Kopfhautfett. Eigentlich ist es so wie überall auf dem Körper: Gesunde Haut pflegt sich selbst, auch die Kopfhaut. Aber dieses Kopfhaut-Fett ist uns unangenehm, Sebum riecht und die Haare sehen fettig aus. Wer das Sebum nicht einfach lassen möchte, obwohl es am natürlichsten wäre, die Haare einfach nur zu bürsten und sonst nichts zu machen, kann es schonend entfernen bzw. binden. Und da kommt die Wäsche mit Heilerde ins Spiel. 

Mein Fazit nach mehreren Wochen Haarpflege mit ausschließlich Heilerde:
Gut, werde ich weiter machen. Es ist einfach und effizient. Auch erreiche ich damit, dass die Waschintervalle verlängert werden können, ohne dass die Haare ungepflegt aussehen.

Anfangs war es eine Riesen-Sauerei, das Pulver zu händeln. Das Pulver staubt, mit der fertigen Masse saut man die ganze Badewanne ein.......inzwischen rühre ich die Heilerde  nicht mehr an, sondern fülle eine alte Shampoo-Flasche zu einem Drittel mit Heilerde und lasse Wasser drauf fließen. Schütteln, fertig.

Die Flasche reicht dann für 5-6 Anwendungen.

Zusätzlich mache ich eine saure Rinse (Spülung), die bewirkt, dass sich die Haarschuppen wieder schön anlegen und der Kalk des Leitungswassers neutralisiert wird. Dazu gebe ich 5-6 EL Apfelessig in einen Becher und gieße ganz mit kaltem Wasser auf.





So mach ich es:
Heilerde-"Shampoo"-Flasche und saure Rinse auf dem Badewannenrand zurecht stellen.

Flasche gut schütteln, da sich die Erde am Boden absetzt.
Haare sehr gründlich ausbürsten  und NICHT nass machen!
Über Kopf portionsweise die Heilerdeflüssigkeit auf die Kopfhaut träufeln und einmassieren. Flasche zwischendurch immer wieder aufschütteln.
Das so lange machen, bis der ganze Kopf behandelt ist. Man kann sich dann aufrichten, und die Heilerde etwas einwirken lassen. Das ist bei recht fettiger Kopfhaut vorteilhaft, damit die Heilerde Zeit hat, das Fett zu binden.

Evtl. kann man dann noch einen 2. Durchgang machen, man muss es aber nicht. Die Längen der Haare benötigen keine Wäsche, sie werden durch das Ausbürsten und das Wasser allein sauber.

Dann gründlich ausspülen, kalt nachspülen und zum Schluss den Becher saurer Rinse in den Haaren verteilen. Nicht mehr ausspülen, der Essig-Geruch verfliegt, wenn das Haar trocknet.

Ergebnis nach dem Trocknen:
Haare und Kopfhaut fühlen sich sauber an, die Haare sind erfreulich locker, weder trocken noch störrisch noch schwer, "überpflegt" und"fliegen" nicht. Durch die saure Rinse sind sie sehr gut kämmbar.

Die Abwesenheit von Chemikalien ist sehr angenehm. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, was man gerade auf dem Kopf hatte. Und dass dieser "Dreck" tatsächlich sauber gemacht hat! :-)


Donnerstag, 4. Juni 2015

Flocker und Dinkelflocken-Speise

Manchmal möchte ich gerne Flocken essen und kein Getreideschrot. Einzig die Quetschmaschine fehlte mir bis dato zum Herstellen von leckeren Flocken.

Eigentlich liebäugelte ich mit einer elektrischen Flockenquetsche. Dachte mir, ich kurble mir einen Wolf mit einer Handflockenquetsche.

Dann sprach ich kürzlich mit einer lieben Freundin darüber. Sie besitzt auch einen manuellen Flocker und nahm mir die Bedenken hinsichtlich der beschwerlichen Kurbelei. Sie würde Früh für 4 Leute Flocken machen und das wäre in einer Minute erledigt......

Das hörte sich gut für mich an und ich schaute mich bei ebay Kleinanzeigen um. Dache mir, man muss ja nicht immer alles neu kaufen.....

Und ich fand tatsächlich eine hübsche Flockenquetsche, Modell "Anni" vom Großhändler LUBA - wie schön, die erinnert mich dann immer wenn ich mit ihr arbeite an meine Mama <3

Ich kannte bisher nur KoMo, Schnitzer, Eschenfelder. Der Hersteller von "Anni" lässt sich nicht heraus finden. X www.muehlenprofi.de sagt, sie wird seit 30 Jahren in Ungarn handwerklich gefertigt.


Jedenfalls - für 20 Euro incl. Versand gespart (neu kostet das Modell beim Mühlenprofi 105 €) - die Quetsche ist toll! Sieht aus wie neu und funktioniert!



Als erstes habe ich Dinkel geflockt und die Flocken zerbröselten etwas. Im FKG waren sie dann etwa so wie geschrotet in der Mühle, was uns aber nichts ausmachte. 

Dann habe ich gelesen, dass man die Körner (außer Hafer) Abends 1/2 Stunde einweichen, dann auf einem Küchentuch trocknen und anderentags quetschen soll. Das werde ich dann mal versuchen.

Geschmeckt hat es trotzdem.




Update 30.09.2016: Die Flockenquetsche Anni ist von Hawos.

Sonntag, 24. Mai 2015

Dinkelmilch

Roh und damit vollwertiger als gekochte Varianten oder gekaufte Pflanzenmilch
Und ich muss sagen, sie ist sehr gut im Getreidekaffee.

50 g Dinkelkörner über Nacht in Wasser einweichen und dann 2 Tage keimen lassen, Tägelich 2 x spülen.

Dann mit 300 ml frischem Wasser mixen und durch ein feines Sieb abgießen. In eine Flasche abfüllen und im Kühlschrank lagern. In zwei Tagen aufbrauchen.

Beim Lagern trennt sich die Flüssigkeit, unten setzt sich das Weiße, dickere ab, oben bleibt fast klares Wasser stehen. 



Vor dem Verwenden also einfach gut durchschütteln.




Samstag, 23. Mai 2015

Dinkelbaguette

Zutaten für 1 Stück:

250 g frisch gemahlenes Dinkelmehl
1 gestr. TL Salz
1/2 Würfel frische Hefe
200 ml warmes Wasser

Backofen auf 50°C einschalten.

Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben und alle Zutaten dazu geben.
Mit einem Kochlöffel gut durchrühren, das geht zum Schluss etwas schwer. Man muss aber nicht kneten, der Teig ist sowieso zum kneten zu klebrig.

Die Arbeitsfläche gut bemehlen, den Teigkloß mit einer Teigkarte aus der Schüssel auf das Mehl gleiten lassen, Teig bemehlen und eine Rolle formen. Die Rolle ein paar Mal um sich selbst drehen und zum gehen in eine Mulde eines Baguettebleches legen. So ein Blech ist sehr hilfreich, ohne das Blech läuft der Teig beim Gehen auseinander.


Das Baguette im Backofen gehen lassen bis es gewünschte Größe erreicht hat. Dann heraus nehmen und den Backofen auf 250°C vorheizen.

Das Gitter auf die untere Schiene schieben und, sobald der Ofen die 250°C erreicht hat, das Baguette-Blech auf das Gitter Stellen. 
15 Min. backen.






Freitag, 22. Mai 2015

Süßungsmittel

Die Vollwert verteufelt die Saccharose, also den gewöhnlichen Haushaltszucker (auch Rohrzucker, Rübenzucker, Dicksäfte, Sirups, Traubenzucker usw., alle industriell hergestellten Süßungsmittel), und hebt den Honig in den Himmel.

Gut, die Industrie ist am Honig nicht dran, dabei besteht auch er aus
 Saccharose.....+..... Glukose und Fruktose. Dazu kommen Enzyme, Aminosäuren, organischen Säuren, Mineral- und Aromastoffen usw. Insgesamt besteht auch der Honig aus rund 80% Zucker und fast der ganze Rest ist Wasser.

Honig ist ein Tierprodukt. Zucker ist sowieso in einer vollwertigen Ernährung Gift. Konsequenterweise muss ich mir also eine Alternative zum Honig suchen.

Bieten sich die Datteln an. Lt. Kollath-Tabelle sind sie jedoch eine Konserve und deshalb zu meiden.




Ich esse gerne süße, reife und frische Früchte.
Ansonsten habe ich mir den süßen Geschmack weitgehend abgewöhnt.
Aber wenn ich dann doch mal etwas zu süßen habe, verwende ich oft Dattelsirup.
Er ist süß, klebt auch an den Zähnen wie Honig und ist deshalb genau so schlecht für die Zähne. Außerdem haben trockene Datteln und somit auch der Dattelsirup von allen Trockenfrüchten den höchsten glykämischen Index (103!).

Gesund ist dann doch was anderes.


Jetzt bin ich noch auf den Birkenzucker (Xylit) aufmerksam geworden. Er ist ein Zuckeralkohol und wird aus Holz-Abfällen und Mais hergestellt.
Er ist ein reines Industrieprodukt, soviel ist klar.


Aber jetzt wird es interessant: Xylit ist 100% antikariogen und wird insulin unabhängig verstoffwechselt (glykämischer Index: 8), der Brennwert ist 40% niedriger als der von Haushaltszucker.

Das Zeug könnte man ja dann doch nehmen denke ich mir. Also, für das bisschen was man als Zucker entwöhnter, veganer Vollwertler noch süßen möchte, kann man doch hin und wieder eine Prise Xylit nehmen.

Lt. Kollath-Tabelle ist der Birkenzucker ein Präparat. Au weia.




Warmes Hirse-Schoko-Frühstück mit Bananen

Frühstück ist bei mir zwar eher ein Spätstück, aber die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Hirse kann roh nicht gegessen werden. Man muss sie kochen und sie wäre daher für einen Frisch- oder Rohköstler tabu.

Leider enthält er sich durch einen Verzicht auf Hirse viele wichtige Mineralstoffe vor, z. B. Silicium, Eisen und Magnesium. 


Ich esse extrem viel Frischkost bin aber der Meinung, dass wir auch die Vitalstoffe brauchen, die in Lebensmitteln enthalten sind, die wir nicht roh verzehren können. 

Die Mineralien in der Hirse bleiben trotz kochen erhalten, da sie ja nicht hitzeempfindlich sind. Der Zitronensaft begünstigt die Eisenaufnahme.

Der Rohkakao hat sich ja inzwischen überall als Glücklichmacher herumgesprochen und enthält z. B. mehr Kalzium als Kuhmilch vom Zellschutz durch Antioxidantien ganz zu schweigen.

Zutaten für eine Portion:
50 g Hirse, abgespült
200 g Wasser

5 Datteln, klein geschnitten

2 EL Rohkakao

1 große Banane
2 TL Zitronensaft
Rohe Kakaonibs

Zubereitung:
Die Hirse mit den Dattelstücken und dem Wasser aufsetzen und weich kochen.
Auf ca. 42°C abkühlen lassen und mit dem Kakao und einer halben zerdrückten Banane (mit dem Zitronensaft) mischen.
Brei in eine kleine Schüssel füllen.
Die zweite Hälfte der Banane in Scheiben schneiden und den Brei damit verzieren. Nibs über die Bananen streuen.




Donnerstag, 21. Mai 2015

Obstteller mit Soße

Das mögen ja die Meisten gern: Ein Essen mit viel Soße dabei.

Dann viel Spaß und guten Appetit mit diesem Frühstück ;-)

Das kann man natürlich mit jedem Obst machen, auf dem Bild: rosa Grapefruit, Äpfel und Bananen mit Orangensoße.

Ich stelle mir auch Trauben, Birnen und Bananen mit Mangosoße köstlich vor.

Oder Honigmelone, Banane, Mango mit Granatapfelsoße.

Na ja, jedenfalls werden dafür die gewählten Früchte (außer die für die Soße) mundgerecht geschnitten und auf einen Teller gepackt.

Die Soßenfrucht in den Mixer und feinst mixen. Über das Obst gießen. Lecker!